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Geschäftsbericht für das Vereinsjahr 2007/ 2008


Im Vereinsjahr 2007 widmete sich unser Förderkreis intensiv dem Projekt „Archivare und Bibliothekare der Arbeiterbewegung“ (Arbeitstitel) und setzte seine Aktivitäten auch auf allen anderen Tätigkeitsfeldern fort.
1. Öffentlichkeitsarbeit
1.1. „Mitteilungen des Förderkreises“ (MFK)
Im Vereinsjahr 2008 erschienen im März und September die Nummern 33 und 34 der „Mit­teilun­gen“, in denen einige neue Autoren und Rezensenten zu Wort kamen. Seit mehreren Jahren finden die quellenkundlichen Beiträge Berücksichtigung in den bibliografischen Aufnahmen der „Jahresberichte für deutsche Geschichte. Neue Folge. Hrsg. v. d. Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin“ und der „Historischen Bibliographie. Hrsg. v. d. Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der BRD, München“. Runde Geburtstage boten Anlass, die Verdienste von einigen langjährigen Vereinsmitgliedern und Funk­tionsträgern zu würdigen.

1.2. Vorbereitung der Veröffentlichung „Archivare und Bibliothekare der Arbeiterbewegung“ (Arbeitstitel).
Nachdem 2007 die Grundkonzeption einer solchen Veröffentlichung diskutiert, Appelle zur Mitarbeit ergangen waren und Dagmar Goldbeck die Koordinierung der Arbeiten übernommen hatte, standen 2008 im Mittelpunkt die Gewinnung von Autoren und die redaktionelle Bearbeitung eingegangener Texte. Unsere Bemühungen stießen auf das Interesse der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), die ihre Bereitschaft erklärte, als Mitherausgeberin in Erscheinung zu treten und einen wesentlichen Beitrag zur inhaltlichen, materiellen und finanziellen Absicherung dieses Vorhabens zu leisten. Nachdem die Mitgliederversammlung vom 17. Mai 2008 die Konditionen dieser Zusammenarbeit gebilligt hatte, wurde am 20. Mai eine regelrechte Vereinbarung zwischen Förderkreis und FES abgeschlossen, unterzeichnet vom Leiter des Historischen Forschungszentrums der FES Prof. Dr. Michael Schneider und vom Vorsitzenden unseres Förderkreises Prof. Dr. Günter Benser. Nach dem gegenwärtigen Stand ist die Würdigung von 60 Personen vorgesehen, von denen sechs in Doppelbiografien behandelt werden sollen, was – so keine Ausfälle eintreten – 57 Beiträge ergibt. Als Ablieferungstermin für die Autoren wurde der September 2008 anvisiert. Termingemäß sind etwa 50 Prozent der Manuskripte eingegangen. Mit dem Stand 31. Dezember lagen 46 Beiträge über 49 Personen (also etwa 80 Prozent) der zugesagten Beiträge vor, mit deren redaktioneller Bearbeitung begonnen wurde. Bei realistischer Ein­schätzung dürfen wir das als ein erfreuliches Ergebnis werten.

1.3. Vorträge
In der gemeinsam mit der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv und der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft e.V. durchgeführten Vortrags­reihe sprachen Prof. Dr. Manfred Wilke über den Prager Frühling 1968 und die militärische Intervention; Prof. Dr. Josef Foschepoth über Rolle und Bedeutung der KPD im deutsch-deutschen Systemkonflikt; Hans-Otto Hemmer/Hanns-Albrecht Schwarz über die 68er Bewegung und die Gewerkschaften; Dr. Hartmut Henicke über die Weltkriegsrevolutionen (1917-1919). Die Themen für 2009 wurden mit den Partnern vereinbart. Die Zusagen von Referenten, Autorreferate für die MFK zu liefern, sind wiederholt nicht eingehalten worden. Die Redaktion betrachtet diese Rubrik als ein Angebot an die Autoren, sieht sich aber weder verpflichtet, wiederholte Bittgänge zu unternehmen noch das Ausbleiben von Autorreferaten durch eine eigene Berichterstattung zu kompensieren. Als Auftakt zur 17. Jahresversammlung stellte Dr. Peter Warnecke das Filmmuseum Potsdam vor. Entstehung und Rolle unseres Förderkreises wurden vom Vorsitzenden Günter Benser im Rahmen seiner Vorträge in der Leibniz-Sozietät und im Bildungsverein „Helle Panke“ einem größeren Kreis bekannt gemacht. In erweiterter Form und mit Dokumenten angereichert erschienen diese Darlegungen als Broschüre „Was geschah mit den Archiven und Bibliotheken der Parteien und Organisationen der DDR (=hefte zur ddr-geschichte 113), Berlin 2008.

1.4. Internet
Suchabfragen ergeben, dass der Förderkreis im Internet in erfreulichem Maße präsent ist. Unsere eigene Homepage befand sich nicht immer auf dem aktuellen Stand. Wir nehmen indes an, dass diese Probleme inzwischen behoben sind.
2. Zusammenarbeit mit der SAPMO (BArch) und Interessenvertretung der Mitglieder
Die Zusammenarbeit mit der Stiftung erstreckt sich vor allem auf die Gestaltung der ge­meinsamen Vortragsreihe. Über die Entwicklung der Stiftung wird mit Berichten über die Kuratoriumssitzungen, über Neuzugänge in den Beständen und über die Ergebnisse wesent­licher Erschließungsarbeiten regelmäßig in den MFK informiert. Der Förderkreis registriert mit gewisser Besorgnis, dass sich Bestrebungen zu einer Einebnung der Eigenständigkeit der SAPMO-BArch beobachten lassen, wenn z.B. auf Weisung des Präsidenten des Bundesarchivs auf das Ausweisen der SAPMO beim Zitieren von Archivquellen verzichtet werden soll.

3. Beziehungen zu anderen Vereinen
3.1. Johannes-Sassenbach-Gesellschaft e.V.
Die Zusammenarbeit mit der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft ist nach wie vor gut, bedarf aber im Zusammenhang mit personellen Veränderungen in diesem Verein unserer besonderen Aufmerksamkeit.

3.2. ITH
Als Vertreter des Förderkreises nahm der Vorsitzende Günter Benser an der diesjährigen Generalversammlung und der Konferenz der ITH teil. Unser Verein war jedoch diesmal nicht so stark wie auf früheren Konferenzen vertreten. Die übliche Berichterstattung über die Linzer Konferenz wurde dennoch gesichert. Da die ITH eine Erhöhung der Teilnehmergebühren für die Konferenzen beschlossen hat, stellt sich die Frage, ob der Förderkreis etwas zur finanziellen Entlastung der von uns delegierten Teilnehmer beitragen kann.

3.3. IALHI
Der Förderkreis zählt zu den regelmäßigen Beitragszahlern der IALHI und hat auch in die­sem Jahr seine Berichterstattung über die IALHI-Tagungen fortgesetzt.

3.4. Friedrich-Ebert-Stiftung
Wie unter 1.2. ausgeführt wurde, ist zu unseren Kooperationspartnern die Friedrich-Ebert-Stiftung hinzugekommen. Diese Zusammenarbeit entwickelt sich erfolgversprechend. Wir können davon ausgehen, dass wir in absehbarer Zeit mit einer gemeinsamen Publikation an die Öffentlichkeit treten werden.

3.5. Weitere Vereine
Die Kontakte zu den in früheren Geschäftsberichten erwähnten Vereinen wurden weiterhin gepflegt und intensiviert, besonders zum Bildungsverein „Helle Panke“, zum Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zum Verein baudenkmal bundesschule bernau. Der Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edi­tion hat sich um die Unterstützung unseres Projektes "Archivare und Bibliothekare der Arbeiterbewegung“ (Arbeitstitel) besonders verdient gemacht.

4. Vereinsangelegenheiten
Der Vorstand hat regelmäßig einmal im Quartal getagt und sich in diesem Vereinsjahr besonders mit unserem Projekt "Archivare und Bibliothekare der Arbeiterbewegung“ (Arbeits­titel) befasst. Die säumige Bezahlung der Beiträge durch manche Mitglieder ist leider ein Dauerthema. Erfreulich ist, dass eine Reihe neuer Mitglieder, darunter einige fähige junge Wissenschaftler, gewonnen werden konnten. Exakte Angaben über die Mitgliederbewegung werden mit dem Kassenbericht unterbreitet.
Das Protokoll der 17. Jahresmitgliederversammlung wurde in MFK Nr. 34 veröffentlicht.

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern, die das Wirken unseres Vereins auf unterschiedliche Weise unterstützt haben.



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    Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung e.V.     www.fabgab.de
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