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Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte
der Arbeiterbewegung e.V.
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Geschäftsbericht für das Vereinsjahr 2004Im Vereinsjahr 2004 widmete sich der Förderkreis in erprobter Weise den Schwerpunkten seiner Tätigkeit. 1. Öffentlichkeitsarbeit 1.1. „Mitteilungen des Förderkreises“ Im Vereinsjahr 2004 erschienen im März und September die Nummern 25 und 26 der „Mitteilungen“. Die neue Gestaltung im A-5-Format hat allgemeine Zustimmung gefunden. Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Helle Panke zur Förderung von Politik, Bildung und Kultur e.V.“ bei der Drucklegung der Hefte funktioniert gut, so daß die qualitäts- und termingemäße Auslieferung der „Mitteilungen“ garantiert werden konnte. 1.2. Vorträge Die gemeinsam mit der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv und der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft e.V. veranstaltete Vortragsreihe wurde fortgesetzt. Es referierten Dr. Peter Schaaf über „Herausforderungen für die wehrtechnische Industrie vor dem Hintergrund der Entwicklung europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik“; Günter Wehner über „Ein biographisches Lexikon Berliner Widerstandskämpfer“; Dr. Hans-Christian Herrmann über „Frankreich und die DDR – Einblicke in eine bisher eher unbekannte Liaison, Aspekte zu den außen- und handelspolitischen Beziehungen beider Länder; Dr. Otto Wenzel über „1923 – Die gescheiterte ‚Deutsche Oktoberrevolution‘“. Die Teilnehmerzahlen sind konstant geblieben, die Beteiligung an der Diskussion war wie immer rege. Resümees dieser Vorträge in Form von Autorreferaten wurden in den „Mitteilungen“ abgedruckt. Zur 13. Jahresversammlung des Förderkreises stellte Andreas Ludwig das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR mit seinem Profil, seinen Beständen und seinen Problemen vor. Darüber findet sich ein ausführlicher Bericht in Nr. 26 der „Mitteilungen“. Themen und Referenten der Vortragsreihe für das Jahr 2005 wurden mit den Partnern abgesprochen. 1.3. Auch im Vereinsjahr 2004 kam der Vorstand nochmals auf die von unserer 10. Jahresversammlung beschlossene Initiative für die Fortführung des Großprojektes „Inventar zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in den staatlichen Archiven der Bundesrepublik Deutschland“ (siehe „Mitteilungen“ Nr. 20) zurück. Nach dem letzten Verhandlungsstand sollten weitere Schritte zur Übernahme vorliegender Materialien durch die SAPMO BArch zwischen der Historischen Kommission zu Berlin und der Stiftung vereinbart werden, was jedoch bis dato nicht geschehen ist. Der Vorstand muß leider konstatieren, daß seine Bemühungen bisher zu keinen greifbaren Resultaten geführt und sich die Möglichkeiten des Förderkreises in dieser Sache erschöpft haben. 1.4. Auch im Jahre 2003 erreichten uns Signale über die Gefährdung der Tätigkeit von Archiven und Bibliotheken. So appellierte die 13. Jahresversammlung an den Bundestagspräsidenten, den Entzug der Fördermittel für das Archiv des Demokratischen Sozialismus rückgängig zu machen. Wir erhielten allerdings von der Verwaltung des Deutschen Bundestages eine abschlägige Antwort. (Siehe „Mitteilungen“ Nr. 26, S. 23.) Im gleichen Heft (S. 9) wurde der in der Nacht vom 24. zum 25. April 2004 erfolgte Anschlag - vermutlich von Neonazis – auf das Archiv der sozialen Bewegungen in Bremen angeprangert und zu Spenden aufgerufen. Einer Aufforderung, bei der Kommunistischen Partei Österreichs zu protestieren, weil diese sich genötigt sah, ein Gebäude zu verkaufen, in dem sich der Infoladen 10, ein Archiv für soziale Bewegungen und die Volxbibliothek befinden, ist der Vorstand nicht nachgekommen, da nach den eingeholten Informationen die Sachverhalte sowie die Optionen und die Möglichkeiten der KPÖ nicht zutreffend dargestellt wurden. Als Vertreter unseres Vereins nahm Heinz Sommer an einer Veranstaltung des Gesprächskreises Kultur und Politik des Forum Ostdeutschland e.V. teil, auf der die prekäre Situation der Bibliotheken (nicht nur) in Ostdeutschland thematisiert wurde, worüber in diesem Heft der „Mitteilungen“ berichtet wird. 2. Zusammenarbeit mit der Stiftung und Interessenvertretung der Mitglieder Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv erstreckte sich vor allem auf die Vorbereitung und Durchführung der gemeinsamen Vortragsreihe und auf den weiteren Umgang mit den vorliegenden Ausarbeitungen für das „Inventar zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung..." (Siehe 1.3.) Der Förderkreis war darüber hinaus bemüht, über den geplanten Neubau in Berlin-Lichterfelde und über den Stand der Digitalisierung der Findmittel der SAPMO (BArch) und deren Präsentation im Internet zu informieren. Konkrete Hinweise auf Probleme der Archivbenutzung haben den Vorstand in diesem Geschäftsjahr nicht erreicht. Er hält es jedoch für erforderlich, daß im kommenden Jahr die Arbeit mit den Nachlässen (Erwerbung, Erschließung, Benutzbarkeit) thematisiert wird. Wir durften registrieren, daß die in Nr. 25 veröffentlichte – vor allem an regionale Archive gerichtete – Kritik von Kurt-Uwe Balzuhn vom Präsidenten des Bundesarchivs aufmerksam gelesen worden ist. 3. Beziehungen zu anderen Vereinen 3.1. Johannes-Sassenbach-Gesellschaft e.V. Die Zusammenarbeit mit der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft ist unverändert eng und gut. 3.2. ITH Als Vertreter des Vorstandes unseres Förderkreises beteiligten sich Günter Benser und Henryk Skrzypczak sowie als Mitarbeiter der Redaktion Rainer Holze an der Linzer Tagung im September 2004. Die Berichterstattung über die Linzer Konferenzen in den „Mitteilungen“ wurde fortgesetzt, wiederum auch im „JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung“. Auf der Generalversammlung der ITH wurde – wie schon im letzte Geschäftsbericht angekündigt – die Diskussion geführt, ob die ITH fortbestehen oder ihre Auflösung ansteuern und verbleibende Finanzmittel für die Nachwuchsförderung bereitstellen soll. Die Diskussion nahm auch Bezug auf die vom Förderkreis eingespeisten Überlegungen (siehe „Mitteilungen“ Nr. 25). Besonders die Ausführungen unseres Vorstandsberaters Henryk Skrzypczak, der empfahl, statt über Auflösung besser über Intensivierung und Effektivierung der Tätigkeit der ITH nachzudenken und die Bildung einer entsprechenden Arbeitsgruppe anregte, fanden viel Zustimmung. Die stimmberechtigten Vertreter der anwesenden Mitgliederorganisationen votierten eindeutig für die Weiterführung der ITH. (Siehe auch den Bericht über die 40. Tagung der ITH in Nr. 27 der „Mitteilungen“.) 3.3. IALHI Eine Teilnahme unseres Förderkreises an der diesjährigen Konferenz der IALHI konnte nicht gewährleistet werden, gleichwohl gelang es wiederum, unser Mitglied Rüdiger Zimmermann als Berichterstatter für unsere „Mitteilungen“ zu gewinnen. 3.4. Weitere Vereine Die in früheren Geschäftsberichten ausgewiesenen Kontakte zu weiteren Vereinen wie dem Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, dem Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde und zu dem den Druck der „Mitteilungen“ unterstützenden Bildungsverein „Helle Panke“ wurden auch im Jahre 2004 gepflegt. 4. Vereinsangelegenheiten Das Protokoll der 13. Jahresversammlung wurde in Nr. 26 der „Mitteilungen“ veröffentlicht. Exakte Angaben über die Mitgliederbewegung werden mit dem Kassenbericht unterbreitet. Der Förderkreis erhielt nach Abgabe der Steuererklärung vom Finanzamt für Körperschaften I erneut die Bestätigung als gemeinnütziger Verein und den Freistellungsbescheid zur Körperschaftssteuer und zur Gewerbesteuer. Er ist berechtigt, entsprechende Bescheinigungen über Spenden und Mitgliedsbeiträge auszustellen. Der Vorstand dankt allen Mitgliedern, die das Wirken unseres Vereins auf unterschiedliche Weise unterstützt haben. zurück nach oben |